Wrixumer Mühle

DSD hilft Wrixumer Mühle

Wrixum/ Föhr (ev) - Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt für Instandsetzungsarbeiten an dem großen Erdholländer in Wrixum für den Neubau seiner Mühlenkappe sowie deren Aufsetzung auf dem Mühlenrumpf 30.000 Euro zur Verfügung.

Der dazugehörige Fördervertrag, Heidi Braun vom Wrixumer Mühlenverein e.V. nun erreicht, wird sie sicher freuen. Die Mühle ist nunmehr eines der über 180 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.

Die Wrixumer betrachten ihren "Großen Erdholländer" als Wahrzeichen des Dorfes. Die 1851 erbaute, achtkantige Holländerwindmühle war bis 1960 im Einsatz. Noch bis vor Kurzem befand sich im unteren Bereich der Mühle eine Gaststätte.

Die Wrixumer Mühle erhebt sich über einem gemauerten Sockel. Der Zugang zu den Flügeln erfolgte auf der Nord- und Ostseite vom Dach des Nebengebäudes, auf der Süd- und Westseite über einen angeschütteten Wall. Das Drehen der Kappe mit dem Flügelkreuz vor den Wind erfolgte über eine Windrose. Die Mühle verfügte früher über drei, zeitweise sogar vier Mahlgänge, von denen noch zwei erhalten sind. Der obere Bereich der Mühle ist zum großen Teil noch im Originalzustand erhalten, ebenso die ehemaligen Kornaufzüge, der alte Mühlstein und die großen Zahnräder. Vorhanden und zu besichtigen sind desweiteren ein Steinkran, der Sackaufzug, ein Elevator (Becherwerk) und ein Windsichter. Die Flügel sind das technische Kernstück der Windmühle.

Die Mühle ist eine von fünf bestehenden Windmühlen auf der Insel Föhr, aber die einzige, deren Mühlentechnik im Inneren weitgehend erhalten ist. Die anderen Mühlen sind im Privatbesitz und wurden zu Wohngebäuden umgebaut. Die Mühlentechnik auf den oberen Böden war auch früher schon für Besucher zugänglich, was an verschiedenen Beschilderungen ablesbar ist. Die Mühle wurde zwischenzeitlich mit einfachen Segelgatterflügeln ausgestattet. Im zweiten und dritten Geschoss auf dem Stein- und dem Stirnradboden waren seit den 1970er Jahren künstlerische und handwerkliche Werkstätten und Ausstellungsräume untergebracht.

Foto: DSD/Siebert

 

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